Google bringt Gibabit-Internetzugänge in die Haushalte (Update 1) - mrtopf.demrtopf.de

Google bringt Gibabit-Internetzugänge in die Haushalte (Update 1)

Während sich Spiegel Online noch unqualifiziert über Google Buzz auslässt, bringt Google schon das nächste Projekt an den Start: Gigabit-Internetanschlüsse!

Denn wie Minnie Ingersoll und James Kelly im Google Blog berichten, können sich nun interessierte Städte in den USA bewerben um ihre Haushalt von Google mit Gibabit-Anschlüssen ausstatten zu lassen.

Der Grund ist klar: Je größer die Bandbreite, desto mehr kann man mit dem Internet machen, was im Endeffekt auch Google zugute kommt.

Der Grund, den die üblichen Kritiker sehen werden: Um nicht nur die Daten abzugreifen, die ein Benutzer freiwillig an Google sendet, sondern auch noch den ganzen Rest.

Ich freu mich schon auf weitere Artikel von „Qualitätsjournalisten“!

Noch zu Buzz:

  • Natürlich kann man Buzz abstellen
  • Es ist mitnichten genauso nervig wie die Klammer
  • Google Buzz baut auf dem PubSubHubbub-Standard auf und zwar in beide Richtungen. Google liest also nicht nur, sondern man kann auch von Google lesen. Siehe dazu den Post im SuperFeedr Blog. Twitter und Facebook unterstützen dagegen nur proprietäre APIs.
  • Google ist auch in Projekten aktiv, die verteilte soziale Netzwerke ermöglichen (wie webfinger).

Update 1: Zunächst einmal kann man zu Bedenken zur Privatsphäre folgendes lesen:

In building our broadband testbed, we plan to incorporate the policies we’ve been advocating for in areas like network neutrality and privacy protection.

Ich kann mir sowieso kaum vorstellen, dass Google Inhalte mitliest.

Auch wird in Europa sowas von Google erstmal nicht geben, wie im European Public Policy Blog von Google zu lesen ist:

Google today made an exciting announcement of its attention to build and test ultra-high speed broadband networks in the United States. While we have no similar plans for Europe, we think this is the type of action needed to make the Internet faster and better. The European Commission has endorsed a new digital strategy which puts at its center the construction of faster broadband for all Europeans. Significant private and public sector investments will be required to meet this ambitious goal. We’ll be returning to this theme in coming months.

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Haha … der Grund ist der, dass sie dann den kompletten (!!!) Traffic der User analysieren und auswerten können … Einfach alles …

  2. Wie halt die Telekom das auch schon kann.. und da gehören Teile dem Staat (ist doch so, oder? Wie bekommt man sowas eigentlich raus, so in Zahlen?).

    Wie ich schon schrieb: Privacy Policy abwarten.

  3. hmm..ich weiss nicht, ich bin google (und aktuell natürlich buzz) gegenüber sehr sehr skeptisch. ich denke, dass wir uns einerseits furchtbar über den miserablen datenschutz aufregen, aber andererseits diensten wie google alles über uns auf dem silbertablett servieren. deswegen werde ich buzz vorerst auch nicht nutzen..dann bin ich halt mal kein early adopter -so what? ich schau mir das ganze erstmal in ruhe an. :-)

  4. Es ist bezeichnend, dass als Datenschutz-Argument der Privatsphäre rund um Google – wie bei streetview – an erster Stelle leichtbekleidete Menschen im Garten oder das parkende Auto am Puff aufgeführt wird.
    Mein Tipp: die Puffbesucher mögen ihre Autos anschließend vor einer Kirche parken bevor die Google Kameras aktiv werden.

  5. Also wir servieren es Google nicht auf dem Silbertablett, indem wir es bei denen eintippen, sondern wir servieren es jedem, den es interessiert, indem wir es öffentlich irgendwo einstellen. Sicher verarbeitet Google viele Daten, aber was soll man auch von einer Firma erwarten, deren Hauptaufgabe es ist, Daten zu verarbeiten, Hauptsache sie sagen mir was sie machen und wie ich meine Daten kontrollieren kann.

    Und https://www.google.com/dashboard ist da doch vorbildlich. Schön wäre da noch, wenn man sowas dezentral hätte und auf einen Blick sehen könnte, welcher Service auf welchen anderen in welchem Umfang Zugriff hat. Aber Projekte wie User Managed Access (http://kantarainitiative.org/confluence/display/uma/Home) gehen ja auch schon in die Richtung.