Das Ende der VOIP-Blockade: O2 can do - mrtopf.demrtopf.de

Das Ende der VOIP-Blockade: O2 can do

O2 as first major mobile carrier will soon allow VOIP services on their network without any additional charge. This is great news for users!

O2 loves Skype?

Wir kennen alle das Problem: Internet ist nicht gleich Internet, vor allem wenn es auf mobilen Endgeräten genutzt wird, denn manch ein Dienst ist mobil nicht nutzbar, wie z.B. die VOIP-Dienste wie sipgate oder Skype.

Wie in der heutigen Print-Ausgabe der Financial Times (Link benötigt Archiv-Zugriff) aber zu lesen ist, soll sich das bei O2 demnächst ändern. So steht dort geschrieben:

Deutschlands viertgrößter Mobilfunkanbieter O2 stellt sich gegen den Branchentrend und erlaubt die unbeschränkte Nutzung von Internettelefonieangeboten wie Skype in seinem Netz. Die rund 15 Millionen Kunden der Telefónica-Tochter könnten ab sofort ohne Aufpreis alle sogenannten VoIP-Dienste nutzen, gab O2 gestern in München bekannt.

Das ist ein Schritt in die richtige Richtung und es wundert mich, warum nicht ein Anbieter schon früher vorgeprescht ist, denn der Bedarf ist ja durchaus gegeben. Gerne wurde stattdessen technische Gründe vorgeschoben oder aber Aufpreise von mindestens 10 EUR verlangt (was die technische Argumentation ja schon wieder untergräbt).Es ist ja auch nicht so, dass man dann kostenfrei telefonieren könnte, denn einen Datentarif braucht man ja in jedem Fall.

Das Internet der Zukunft

Aber es ist auch deswegen ein Schritt in die richtige Richtung, da ein Festklammern an der Sprachtelefonie nicht zukunftsfähig ist. In Zukunft wird das Handy oder wie auch immer es dann genannt werden mag, zu allem genutzt werden, aber am wenigsten wohl zum Telefonieren. Es wird einfach ein mobiler Endpunkt des Internets sein.

Und es gibt noch einen Grund, warum das gut ist: Die Netzneutralität. Es ist meiner Meinung sehr problematisch, wenn für bestimmte Dienste spezielle Regeln gelten, wie eben derzeit für VOIP. Ein Internetzugang muss ein Internetzugang muss ein Internetzugang sein. Es muss ein „dummer“ Zugang sein, der nicht unterscheiden darf zwischen Diensten. Nur so bleibt die Freiheit und auch die Gleichheit aller Nutzer im Internet bestehen. Und auch nur so wird Fortschritt möglich.

Ein weiterer Punkt für die Weiterentwicklung der mobilen Internetnutzung ist daher auch das Angebot einer wahren Flatrate. Diese darf keine Drosselung oder gar Abschaltung beinhalten. Viele von uns kennen vielleicht das Gefühl von damals, als man von einer zeit-/volumenbasierten Abrechnung auf eine Flatrate für den Festnetz-Internetzugang umgestellt hat. Es war ein Gefühl der Freiheit und man nutzte das Netz danach vollkommen anders. Und genau das muss auch mobil passieren. Wir haben ja nur deshalb solange auf das mobile Netz gewartet, eben weil es so kompliziert und teuer war und teilweise immer noch ist.

Es wäre also zu wünschen, wenn wir in Zukunft nur einmal für Internet zahlen und diesen Zugang dann für egal welche Endgeräte ohne Einschränkungen nutzen können, sei es Handy, Heim-Netzwerk oder was auch immer die Zukunft noch für uns parat hält. All die künstlichen Einschränkungen müssen weg. Davon werden nicht nur wir Nutzer, sondern auch die Anbieter profitieren.

Wie aber all diese Dinge dann aber bei dem O2-Tarif aussehen werden, ist wohl noch unbekannt und ich würde da auch mal nicht mehr als jetzt bekannt erwarten. Wann er kommt, ist dem Artikel auch nicht zu entnehmen. Aber mit dem Palm Pre und einem solchen Tarif sollte O2 aber gar nicht mal so uninteressant sein, vor allem da der Pre ja auch wohl unabhängig vom Vertrag angeboten werden soll. Trotz allem kann man natürlich an die obige Wunschliste auch noch anhängen, dass exklusive Handy-Angebote eigentlich auch unterlassen werden sollten.

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