Das Heilsche Zwitscherdrama und die deutschen Blogger - mrtopf.demrtopf.de

Das Heilsche Zwitscherdrama und die deutschen Blogger

The Secretary-General of german socialists party SPD Hubertus Heil is in Denver these days and twittering about his findings. As one of the first german high-profile politicians he thus starts a dialog with ordinary people. German newspapers just find this embarassing. German blogger OTOH find german newspapers reporting like this embarassing. German bloggers would find it embarassing as well though if Mr Heil would appear in a virtual world like Second Life to do the same. It’s all a question of the viewpoint I guess.

Hubertus Heil, seines Zeichens SPD Generalsektretär, twittert nun. Und zwar aus Denver, wo ein gewisser Herr Obama sich zum Präsidentschaftskandidaten küren lässt.

Und durch diese einfache Tatsache bricht der alte Grabenkrieg zwischen Bloggern und Journalisten auch wieder auf. So schreiben z.B. die Journalisten der Süddeutschen einen Artikel mit dem schönen Titel „Zwitschern müsste man können“. Um im folgenden klar zu machen, dass man selbst nicht so genau versteht, was twittern ausmacht. Man halte sich auch vor Augen, dass dies von einer Zeitung kommt, wo nachts die Foren gesperrt sind, und man einen „petzen“-Button hat (klingt social, gell?).
Das ganze also ein Gebashe sondergleichen im Sendung-mit-der-Maus-Stil.

Ähnliches auch bei Spiegel Online.

Natürlich bleibt die Reaktion derjenigen, die Twitter verstanden haben nicht aus, der Blogger nämlich. Und zu recht kritisieren sie die Kritiker und ich kann mich da nur anschliessen, denn dies ist nunmal der Stil in dem man twittert (bedingt durch immer noch erbärmliche Eingabemethoden bei Kleingeräten) und weiterhin war ich schon immer dafür, dass vor allem Politiker auch den Dialog mit dem Volk wagen. Genau das tut Herr Heil.

Interessant wäre dennoch zu sehen gewesen, was denn die ach so internetkundigen Blogger gesagt hätten, hätte Herr Heil nicht etwa Twitter, sondern eine virtuelle Welt wie z.B. Second Life gewählt. Das wäre natürlich gaaaanz was anderes gewesen :-)

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