Linden Lab diskutiert die neue Second Life Architektur - mrtopf.demrtopf.de

Linden Lab diskutiert die neue Second Life Architektur

Viele Leute sind ja der Meinung, dass Second Life nicht wirklich die Zukunft virtueller Welten sein wird. Zu geschlossen ist das System und so richtig Open Source ist es auch noch nicht. Wenn man sich so umhört, so soll es doch in Zukunft zumindest möglich sein, eigene Stücke der Welt selbst zu hosten und diese nach Belieben zusammenschalten zu können. Und es stimmt, das geht mit Second Life nicht. Aber es ist leider auch kein Konkurrent weit und breit zu sehen, noch eine Open Source-Entwicklung, die dieses erlauben würde. Zumindest nicht, wenn man es mit der Popularität von Second Life vergleicht. So wird in neueren virtuellen Welten wie vSide, Secret City oder Stage Space eher das Gegenteil von Offenheit propagiert. So scheint es bei StageSpace z.B. doch mehr darum zu gehen, eine Welt abzugrenzen, damit das Branding des Kunden auch voll zur Geltung kommt.

Open Source und Open Grid

Doch scheint man bei Linden Lab da schon etwas weiter zu denken. Es stimmt, dass die Welt im Moment noch etwas geschlossen ist, und das auch trotz des Clients, der Open Source ist. Was fehlt, ist der offene Quellcode des Servers und eine Möglichkeit, Land selbst zu hosten und dann mit dem Second Life-Grid verbinden zu können. Beides jedoch soll kommen, und zwar zusammen. Während die Offenlegung des Server-Quellcodes sicherlich wieder ein hartes Stück Arbeit bzgl. Lizenzen und Organisationsaufwand sein dürfte, so gibt es bei der Öffnung des Netzes noch größere Probleme zu bedenken. Was passiert mit Objekten, die von einer Sim zur evtl. außerhalb Linden Lab’s gehosteten Sim wandern, was mit Scripts? Wie läuft der Zahlungverkehr? Und vieles mehr. Dies alles zu lösen, dauert sicher noch eine Zeitlang. Und solange wird es keinen Open Source-Server geben, denn das Business-Modell scheint zu sein, für extern gehostete Sims Anschlussgebühren zu verlangen.

Skalierbarkeit

Doch das sind nicht die einzigen Probleme, die Linden Lab umtreibt. Ein großes Problem ist weiterhin die Skalierbarkeit. Vor ca. einem Jahr ging der große Run auf Second Life los und man war plötzlich darum besorgt, das Grid skalieren zu können. Man hat damals 2 Zeithorizonte festgemacht: die nächsten Monate und die nächsten Jahre. Die nächsten Monate sind inzwischen vergangen und das Grid scheint noch (wenn auch manchmal mehr schlecht als recht) zu laufen. Dazu waren einerseits Datenbank-Optimierungen nötig, aber auch Umstrukturierungen in bestimmten zentralen Services. Die nächsten Jahre kommen jedoch erst noch und dazu hat Mark Lenctzer aka Zero Linden letztens ein paar interessante Zahlen genannt. So geht er innerhalb der nächsten 5-15 Jahre von folgenden Kenngrößen für virtuelle Welten aus:

  • Es wird ca. 16 Millionen Regions geben (jetzt 8000-10.000). Dies würden eher mehr als weniger sein.
  • Es wird ca. 2 Milliarden Nutzer geben in virtuellen Welten geben (jetzt ca. 9,5 Millionen)
  • Die Concurrency wird sich auf ca. 50 Millionen belaufen (jetzt knapp unter 50.000). Dies mit allen möglichen Clients, also auch Blackberrys etc.

Es ist klar, dass es in Linden Lab’s Interesse liegt, bei dieser Entwicklung mit dabei zu sein.

Der Plan für die Zukunft von Second Life

Und dazu hat Linden Lab am letzten Donnerstag ca. 20 Residents nach San Francisco und in Second Life eingeladen, um eine neue Architektur, die all diese Probleme lösen soll, zu diskutieren. So auch mich und daher berichte ich nun.

Einen recht mutigen Schritt hat Linden Lab damit schon getan, nämlich zu entscheiden, die unterliegenden Protokolle und Standards offen zu entwickeln. Zero Linden hat klar gemacht, dass sie keine politischen Spielchen spielen wollen, die dann nachher möglichst viele Nutzer auf die von ihnen geschaffene Plattform schafft. Stattdessen wollen sie eine offene Plattform und hoffentlich einen Standard entwickeln, den sie wohl auch bei verschiedenen Standardisierungsinstitutionen einreichen wollen.

Dies bedeutet auch, dass dieses erste Meeting nur der Anfang war. Es wurden bislang noch keine Entscheidungen getroffen und dieses erste Meeting im kleinen Kreis diente bislang nur zum ersten Informationsaustausch. Jeder ist eingeladen, bei diesem Projekt mitzumachen. Die Kommunikation wird dabei über die üblichen Wege, wie Wiki, JIRA und Mailingliste durchgeführt. Zudem wird es auch wieder Meetings geben. Doch gibt es eine Bedingung, die an die Einladung zu solch einem Meeting geknüpft ist, nämlich die Mitarbeit. Denn Linden Lab will nicht nur Feedback, sondern will auch, dass wir SL-Bewohner (und sicherlich auch solche, die es nicht sind), aktiv an der Architektur mitarbeiten.

D.h. im einzelnen ist gefragt:

  • Das Sammeln von Anwendungsfällen und Szenarien
  • Die Identitfizierung und Entwicklung von Interfaces und damit dem Protokoll
  • Dem Schreiben von Code

Eben letzteres ist sehr wichtig, denn ich gehe zunächst einmal nicht davon aus, dass der Code von Linden Lab in Open Source-Form entwickelt wird. Dies gilt nur für die Protokolle. Die Idee ist eher, dass viele Leute viele der definierten Komponenten in verschiedensten Sprachen entwickeln und man dann nachher schaut, ob diese miteinander funktionieren. Eine solche Komponente wird sicherlich OpenSim sein, denn dies ist ja schon ein lauffähiger Simulator, wenn auch mit eingeschränkten Features (aber die Entwicklung hier scheint gerade im Moment rasant voranzuschreiten). Andere, evtl. einfacher zu implementierende Dinge werden folgen. Eine Idee ist auch, sich irgendwann noch einmal in San Francisco zu treffen, dann jeder mit seinem Laptop, um dann zu sehen, wo welche Komponente noch Probleme macht und wo evtl. noch etwas am Protokoll genauer definiert werden muß.

All dies hört sich in meinen Ohren recht gut an. Wir werden sehen, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Linden Lab und dem Rest der Welt klappt, aber bislang sehe ich das schonmal als guten Start an.

Die Architektur

Zero Linden hat uns schon einmal einen kleinen Einblick darin gegeben, wie die neue Architektur aussehen könnte. Die detaillierte Beschreibung habe ich im Second Life-Wiki abgelegt, aber hier ein kleiner Überblick, wie es heute aussieht und in Zukunft aussehen mag.

Das Grid heute

Das obige Bild stellt das Second Life Grid heute dar. Wie man sieht verbindet sich ein Viewer (Client) hauptsächlich mit einem Simulator. Dieser simuliert einen Teil der Welt (genauer gesagt 256x256m). Doch dieser Simulator braucht Daten und auch der Viewer braucht Daten. Daher dient der Simulator auch als eine Art Proxy auf zentrale Datenbanken wie dem Asset Server, dem User Server usw. Will also ein User sein Inventory anschauen, so werden die ganzen Daten vom Asset Server via den Simulator geholt. Man erkennt schnell, dass dies mit den oben genannten Zahlen nicht mehr funktionieren kann, denn jede zentrale Anlaufstelle ist hier kritisch. Hinzu kommt, dass insbesondere der Asset-Server sehr viel Arbeit übernimmt. Es ist nicht mit z.B. einem Login getan, der nur einmal pro Session vorkommt, sondern es werden an sich ständig von jeder Sim und jedem User Daten abgefragt.

Das Grid morgen

Die Idee von Linden Lab ist nun, dass man 2 Domains einführt, die Agent Domain und die Region Domain. Die Agent Domain kümmert sich um alles, was mit einem Agent (also im Prinzip einem User) zu tun hat. Die Region Domain dagegen kümmert sich um alles, was mit Regions zu tun hat, also dem Ort, in dem Agents mit der Welt und/oder anderen Agents interagieren.

Jede Agent Domain besteht dabei wieder aus 3 Komponenten: Die Agent Services, die Agent Hosts und die Agent Stores.

  • Agent Services sind im Prinzip Web Services, die 100% stateless sind, also gut gecacht werden können. Sie geben Dinge wie Profildaten und andere Dinge zurück, die sich nur selten ändern.
  • Agent Hosts sind die Komponenten, die sich um eine Session kümmern, wenn ein Agent eingeloggt ist. Sie halten Statusdaten wie z.B. die Freundesliste oder den Ort des Agents fest.
  • Agent Stores speichern alle Daten über Agents, wie das Inventory, die Profildaten usw.

Eine Region Domain sieht im Prinzip ähnlich aus, auch hier gibt es Services, Hosts und Stores.

  • Ein Region Services liefert sich selten ändernde Daten über eine bestimmte Region zurück. Das kann der Name sein, die Aufteilung in Parzellen usw.
  • Ein Region Host ist im Prinzip das, was heute ein Simulator ist, er simuliert also einen Teil der Welt und kümmert sich um Interaktionen zwischen Agents, Land und Objekten.
  • Ein Region Store ist die Datenbank dahinter. Dort werden die in einer Region abgelegten Objekte gespeichert sowie die eigentlichen unterliegenden Regionsdaten.

Die Grundideen hierbei sind, dass

  • man hinter einem Service, Host oder Store beliebig viele Rechner oder auch nicht haben kann. Es könnte also im Prinzip auch ein Cluster hinter einem Store arbeiten. Nach außen hin sieht es aber wie nur ein Interface aus.
  • man verschiedene Domains haben kann, die miteinander kommunizieren. So kann man eine weitere Agent Domain von irgendeinem sozialen Netzwerk haben, deren Agents dann evtl. auch an eine Region Domain verbinden dürfen. Gleichermassen kann es weitere Region Domains geben (z.B. neue Kontinente), auf denen sich Agents bestehender Agent Domains auch einloggen dürfen (also im Prinzip der initiale Use Case bei dem es erlaubt sein soll, seine eigene Region zu hosten).

Weitere Anforderungen sind, dass man eine Region auch bei sich daheim hosten können muß und dass man in der Lage sein soll, ein kleines Grid auch komplett ohne Internet-Anschluß betreiben zu können.

Das Grid der Zukunft

Hier noch ein Bild, wie sich Linden Lab dann das Grid komplett vorstellt:

Aber wie gesagt, all dies ist noch nicht in Stein gemeißelt. Linden Lab will vor allem wissen, ob denn hier etwas fehlt, ob alle Anwendungsfälle, die man sinnvoll sind, auch hiermit funktionieren werden.

Die nächsten Schritte

Das erste Meeting ist vorbei und die Ideen sind nun publik. Ich habe versucht, die Ideen im Wiki zusammenzufassen und habe auch mal eine erste Struktur dafür aufgesetzt. Wichtig wäre nun wohl vor allem, erst einmal alle möglichen Anwendungsfälle zu sammeln. Nur dies ermöglicht es uns dann später zu entscheiden, ob diese denn auch wirklich alle abgedeckt werden (bzw. zumindest diejenigen, für die wir uns initial entscheiden). Es gibt außerdem eine Liste von Work Items, die während des ersten Meetings zusammengetragen worden sind.

Außerdem werde ich wohl auch demnächst mal ein kleines Meeting zu dem Thema in-world machen, zu dem ich alle interessierten Personen herzlich einlade. Weitere Details folgen.

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9 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Vielen Dank für diesen Artikel in Deutsch.
    Wenn LL das durchzieht stehen die Chancen für die Weiterentwicklung sehr gut =)

    Grüße Franko

  2. juergens-aschaffenburg@t-online.de

    Alles soll in Zukunft besser werden, ist wie alles ein gutes Märchen. Ich sag ganz offen, ich bin wie andere verärgert und enttäuscht. Bevor LL mit so etwas allerdings anfängt, sollte erst tagtäglichen Missständen nachgegangen werden. Doch leider zeigt LL sich bei MissbrauchBotton und eMail-Anfragen nicht gesprächsbereit. Dies geht nicht nur mir so, sondern auch vielen vielen anderen. Hier nenne ich nur eine Sache. Wir alle lieben Freebies. Jedoch schädigen diese langfristig die SL-Wirtschaft. Und Leidtragende sind heute alle Geschäftsinhaber! Kommt mir jetzt nicht mit Qualität… es gibt niemanden, der jeden Tag sich für 1000 Linden neue Kleider kauft. LL ist es also selbst, dass sich schädigend verhält. Nun zur Architektur. 295USS für ne 1/1 Sim sind schweineviel Geld… wenn man als Kleiner von einem richtigen Land träumt. Man überlege… in Deutschland gibt es Server für ab 69,- Euro im Monat! Dann ist es Abzocke von LL. Nun werdet ihr sagen, die wollen was verdienen… Seltsam nur, von 1.6 Millionen USS fliesst in vielen Formen, deutet man Statistik und Aussagen richtig, vieles zu LL hin, wenn LL gleich mal behauptet dass viele monatlich dagegen auch Euronen "Peanuts" verdienen. Also… Gewinner ist LL. Mich würde nun interessieren, kann ich nen so billigen Privatserver mieten. Ich hörte schon, doch keiner weiss was Genaues!? Antwort wäre nett

    Fazit. Bevor LindenLabs an andere Strukturen denkt, sollte man erst einmal Missstände lösen, Antworten geben und Anlaufstellen schaffen. Keiner weiss, wer hier was mehr zu sagen hat.

    Gruss Zerberus Beerbaum

  3. Ich beginne mal mit den Sims. Du sagst, dass diese billiger werden sollen, vor allem verglichen mit Server-Angeboten für 69,- EUR. Gleichzeitig wünscht Du Dir aber mehr Support und schnellere Reaktionszeiten bei Abuse Reports. Denn auch dieses und auch die Weiterentwicklung muß ja von irgendwas bezahlt werden und da ist das Landbusiness der maßgebliche Anteil. Daher müsste der Preis eher noch steigen.
    Auch ist Linden Lab nicht in der Gewinnzone, sie verdienen an Second Life also noch nichts.

    Und ist nicht das neue Protokoll eher ein Weg, diesen Missstände zu beheben? Dann eben könntest Du Deinen eigenen Server anbinden oder jemand macht gar ein ganz separates Grid, welches evtl. besser funktionieren könnte.

    Natürlich sind die Konditionen zu denen man einen eigenen Server beim LindenLab-Grid anschliessen darf noch alle nicht definiert. Das wird sicher auch noch etwas dauern (schliesslich muss erstmal die Technik soweit sein).

    Was die Freebies angeht, verstehe ich Dich nicht ganz. Soll so etwas verboten werden?!? Soll Second Life wirklich nur benutzbar sein, wenn man das passende Konto hat? (mal abgesehen davon wäre es auch schwierig, solch ein Verbot technisch durchzusetzen).

    Ich komme aus der Open Source-Kultur und aus sozialen Netzwerken und finde daher auch die Erzeugung von Dingen nicht nur aus reinen finanziellen Erwägungen sehr wichtig. Und ohne diese würde es wohl auch kaum ein solches Protokoll geben, keine Open Source-Programmierer, die beim Bugfixen des Clients helfen und vieles mehr. Vielleicht würde sogar das Internet wie wir es heute kennen ohne diesen Aspekt gar nicht existieren, denn in den Anfängen war damit kein Geld zu verdienen.

    Insgesamt finde ich es daher gut, dass ein solches Projekt ins Rollen kommt. Es ist ja auch nicht so, dass die gesamte Belegschaft daran arbeitet, sondern nur ein sehr kleiner Teil. Schliesslich hat man sich ja auch nicht ohne Grund an die Open Source-Gemeinde gewandt.

  4. Pingback: franko.dodonpa

  5. Hallo Christian, ich kann nicht so ganz nachvollziehen, dass wenn LL WEIT MEHR als 69,- Euro (z.B. von T-On), für ne monatliche Tier von ner Sim nimmt, da nichts verdienen soll.

    Vergessen hast du auch, dass der Simkäufer durch einen Einmalbetrag im Gegensatz zu Servern von T-On, für den Server zu zahlen hat. Auch gebe ich zu bedenken, dass der Gesamtumsatz an Linden$, also wenn sich einige Milliarden in Umlauf befinden, diese von Linden bei RealMoney in Umlauf gebracht wurden! Und tagtäglich von Firmen… neue hinzu kommen.

    Das Problem bei Resellern und Freebies ist, und dass habe ich schon vielen Shopownern und kreativen Köpfen gehört, dass diese Ware einfach zu beständig ist. In RL würde Kleidung müffeln oder altern, bei SL leider nicht. Und wenn es vieles gibt und immer viel das gleiche getragen wird, kann mir keiner erzählen, dass jemand jeden Tag für 500 neue Kleidung kauft.

    Ich hab nen Laden mit selbstgemachter Ware, mache Werbung und es kommt keiner. Dass geht auch anderen so. Einer Freundin in Salzburg geht es auch so, wie vielen grossen Malls. Oder um es einmal mit den Worten eines Sim-Grossowners Lou Lamont zu sagen… die Camper kaufen nix.

    Also die Begrenzung von Resellern und Freebies stell ich mir einfach vor. Schliesslich dürfte jede Ware auf Tastendruck für LL auffindbar sein. Übrigens. Ich plädiere, Kleidung einem Alterungsprozess ihrer Träger zu unterwerfen. Dass kurbelt die Wirtschaft wieder an.

    Noch was. Ich kaufte nen Anzug für 150, der anderswo Freebie war. Dass hat mich sehr geärgert. Und ich denke, sowas ist nicht richtig. Nochwas zu Linden. Ich habe die Erfahrung gemacht, LL antwortet weder mir noch anderen. Momentan habe ich eine Avatarin wo mit Magersucht wohl im RL Selbstmordabsichten hegt. Würde gerne mit Zivilcourage mal Behörden aufmerksam machen. Doch LL ist zu dämlich. Es gäb noch viel zu sagen.

    Fazit. Zuviele Köche verderben den Brei. Nur die Köche, die Landspekulationen auf Selbstverwaltung zu setzen, finde ich von LL nicht den richtigen Weg. Noch was… LL halt ich nicht für arme Leute, sondern für sehr überheblich… wenn ich Berichte in T-On oder Focus über SL lese, frage ich mich, wie einfallslos man noch sein kann.

    Gruss Zerberus Beerbaum, alias Stefan J.

    nach meinem ersten Kommentar kann ich nicht so ganz nachvollziehen, dass Linden Labs

  6. Freebies zu verkaufen ist nie ok, aber das kann man leider technisch schlecht verhindern, so sie denn full perm sind (was ja einem Open Source- oder Creative Commons-Gedanken entspräche).

    Ich sehe hier eher das Problem, dass meine keine richtige Lizenz an ein Objekt dranhängen kann, also sagen kann, dass es GPL oder Creative Commons oder sowas ist. Das fehlt definitiv.

    Ich sehe auch Second Life nicht nur unter kommerziellen Aspekten. Es ist zwar ganz nett, dass man potentiell Geld verdienen kann, aber für mich ist das nicht der Hauptzweck des ganzen.

    Für mich geht es um Kollaboration und Konversation und wenn man sich bei einer Kollaboration erst einmal alles verkaufen muss, dass wird das wohl so nicht klappen.

    Sicherlich ist auch jedes Objekt auf Knopfdruck auffindbar, aber ich will doch nicht, dass die plötzlich meine Objekte löschen!

    Und es gibt ja auch erfolgreiche Unternehmen in Second Life. Ich denke nicht, dass man hier unbedingt der Technik die Schuld in die Schuhe schieben sollte. Es gibt da sicherlich viele Faktoren.

    Bzgl. Kommunikation mit Linden Lab: Warst Du schonmal bei einer Office Hour? Lotte Linden sollte auch eine auf deutsch halten, ich meine am Wochenende, war irgendwann mal auf slinfo.de zu lesen (als News, also einfach mal durchblättern).

  7. Hallo,

    ich finde Linden Labs sollte nicht zu sehr in die Marktwirtschaft eingreifen. Schliesslich verbietet dir im 1st Life auch niemand Sachen zu verkaufen, die jemand anders verschenkt. Auch Kleidung altern zu lassen, fände ich unglücklich. Schliesslich soll das Second Life nicht das 1st Life 1:1 wiederspiegeln.
    Es ist doch gut das nix kaputt geht.

    Ich denke auf Kurz oder Lang wird die Menge an Kleidungsgeschäften automatisch
    zurückgehen, wenn niemand mehr kauft. Übrig bleiben die Stärksten – das Prinzip der freien Marktwirtschaft. Das wird nur einige Zeit dauern.

    Die Wirtschaft für das weitere Bestehen des gesamten Second Life entscheidend. Das erste Leben
    macht es einem doch täglich vor: Wo keine Wirtschaft ist, ist kein Geld, und wo kein Geld ist stagniert
    die Entwicklung. Linden Labs sollte alles dafür tun, die Wirtschaft zu fördern.

    Besonders im Bereich der Suche sollten sie viel investieren.

    Google hat es vorgemacht. Durch ihre intelligente Suchmaschinen "Politik" gibt es jetzt millionen neue Seiten über SEO usw. – es ensteht ein Kampf um die ersten Plätze bei Google. Das treibt doch den
    Markt extrem an. Im Second Life ist das doch noch nicht wirklich möglich. Die Suche ist absolut katastrophal. Im Second Life sind die Paid Ads meistens deutlich besser als die organic results.
    Bei Google ist das umgekehrt. Oft findet man bei Search(All), zumindestens ich, nur Schrott.

    Die Positionen in den Ergebnissen scheinen nur auf Besucherzahlen zu basieren.
    Was fehlt ist ein zuverlässiges Backlink System. Die Picks im Profil sind vielzu unprominent um darauf ein Ranking zu berechnen. Ich weiss zwar nicht hundertprozentig genau wie das System bei Linden fuktioniert, aber ich glaube nicht, das z.b. ein Object auf meinem Land was ein Landmark ausgibt,
    das auf das Land meines Freundes zeigt, in die Bewertung einfliesst.

    Es gibt noch so viele Bugs, die echt untragbar sind. Was soll zum Beispiel dieser unausgereifter WebBrowser? Ich denke nicht das die Zeit für eine volle Open Source Lösung schon reif ist. Schliesslich wurde das WWW auch langezeit von "Viewern" privater Firmen (Microsoft, Netscape) dominiert. Dem klassischen Endanwender ist es doch vollkommen egal, der weiss doch gar nicht was Open Source ist. Der will das sein "Spiel" funktioniert.

    Dennoch finde ich es richtig wenn Linden bereits jetzt an der Dezentralisierung arbeitet.
    Weil auf lange Sicht muss ein dreidimensionales Internet entstehen, dass vollkommen unabhängig
    von einzelnen Firmen und deren Lösungen sein muss. Aber auch das wird niemals 100%tig passieren,
    man wird immer von einzelnen Firmen abhängig bleiben, und wenn auch nur indirekt(Beispiel Microsoft)
    Da will Linden natürlich dabei sein.

    Zu den Kosten muss ich sagen, ich finde die Preise von Linden auch hoch. Allerdings kann ich mir vorstellen, welche Kosten die haben. Normales Webhosting war vor 10 Jahren ja auch deutlich teurer als heute.

    Gruss
    Philipp

  8. Secondlife im Jahre 2009.

    hi ich war ein jahr in secondlife.

    ich erzähle mal wie es angefangen hat.
    Also in der welcome area von secondlife sind viele leute und später schaltete ich auch den voicechat an und konnte immer mithorchen was da gesprochen

    wurde. ganz lustig.
    es gab auch so ein orientation island wo man üben konnte, was aber zu schwierig war. ich las im internet ,das man auch so durch teleportieren in der

    suche auf andere inseln kam.

    Habe viel sachen gekauft für mein Avatar. muss auch ziemlich lange suchen um auch wirklich gute
    Sachen zu finden.Aber voll geil dann.
    Wenn du neu bist,bekommst nicht so mit was um dich rumläuft an avataren.du kauft viele sachen weil sie
    Spaß machen und sie keiner hat ausser dir.
    Irgendwann sind mir die Zyngospielautomaten aufgefallen.Und dann die Mietboxen für Land, die überall stehen.Hier musst du für jeden Scheiß bezahlen in

    Secondlife!hier wird du ständig verführt zum Geldausgeben.Überall stehen Geldfallen.

    Irgendwann wollte ich auch Land kaufen, da man seine gekauften sachen die nicht fürs Avatar sind nur auf seinem Land aufstellen kann.
    In Sandboxen kann diese Sachen auch so aufstellen.Diese werden aber wieder nach ein paar Stunden gelöscht.Ausserdem hast du Eigentümer der Sandbox auf

    dem Hals.Man darf da nix verkaufen.Die Sandboxkontrolleties kommen öfters angeflogen um zu kontrollieren.Das stört wenn man gleich angemacht wird.

    In Secondlife wird in kleinem dir vorgemacht was du macht kannst:

    Kleine Spielautomaten zyngo. (casinos wurden nach ageblichen FBI untersuchungen in SL verboten)Gibt sogar eine FBI oder hacker gruppen wo jeder

    beitreten kann.
    Kleine Mietboxen für kleine Landstücke überall.
    Kleine Geschäfte,Läden mit Vendoren zum Kaufen.
    Also der Anbieter ist selbst nicht anwesend.Ganz viele Sims(insel 65353sq) stehen leer, wenn man drauf ist.

    Du wirst ständig neidisch gemacht durch die vielen Sachen.Also wirst in Secondlife beschissen auf Teufel komm raus.
    Die simbesitzer oder Verkäufer sitzen wie Spinnen gelangweilt in einer skybox in der Luft und schauen immer auf die Map ob ein grüner punkt(besucher) auf

    der sim angekommen ist.Gibt auch bestimmte scripte wo der besitzer ne message bekommt,wenn jemand ankommt.Ich habe das gefühl, sobald ich auf ner sim

    lande ein roboteravatar zur gleiche sekunde auch auf dem gleich landepunkt ankommt wie ich.Ich habe schon so oft bemerkt, das wenn ich wo lande,

    plötzlich ein avatar erscheint und einem vormacht was zu kaufen.ein avatar läuft dann immer zu den shops und stellt sich kurz vor ein verkaufsobjekt und

    pausiert, läuft weiter und animiert zum kaufen.ob das nun automatisch gemacht ist oder von hand (indem der anbieter schaut wenn jemand kommt und schnell

    herfliegt, und kundschaft vortäuscht.)Auf jedenfall ist tote hose auf den sims.Du wird auch in bestimten Gruppen(veranstaltungen) im kreis verarscht,

    indem du zu einem Platz wo einer singt hingelockt wirst , und da wird nun eine gruppe Gemeinsamkeit vorgetäuscht.in wirklichkeit stehen da dann nur

    hilflose avatare die sich nicht auskennen und halt mal schauen.Für den sänger wird dan immer um eine Donation gebettelt.also auch ein kleine box zum

    freiwilligen bezahlen!Manche veranstaltungen sind ja ganz interessant und man gibt eine donation.Aber du weist nie in Secondlife was ehrlich echt gemeint

    ist.
    Gibt auch abzocker die eine gruppe gründen- habe selbst mal eine gruppe gegründet zum test und wildfremde leute eingeladen und schnell waren da viele

    drin ohne zu wissen was das soll- und dich im kreis um secondlife teleportieren um die donations abzugreifen.
    Nach der Veranstaltung ist dann plötzlich wieder tote hose auf der Sim.Wenn du neu bist merkst du das nicht und schaust nicht was auf der sim

    weiterpassiert.

    Überall tote hose weit und breit in secondlife und ich frage mich wie die leerstehenden vielen sims bezhalt werden können.
    Die Sims werden rauf und runtergeladen, nix bleibt für länger in SL. Die Bewohner voll gestresst, durch die ständigen veränderungen.Viele bauen einen

    riesescheiß an kleinkarierten häusern zusammen.Wenn da ein langsame verbindung (lag) ist, da bekommst du ständig ein brett vor den kopf gehauen durch die

    wände der häuser die nicht volständig geladen sind.

    Also wenn du am anfang viel gekauft hast fürs avatar, willst du auch land um dein land zu zeigen und sachen selbst dadrauf zu bauen.
    Du bist ständig am rechnen was am günstigsten ist am landkauf.

    Eine sim gehört oft mehreren(gruppenland).Kein Schwein will land kaufen auf ner sim . und nix ist los da. sobald ein anfänger(newbie) da ein land kaufen

    will. kommen plötzlich die sim mitglieder mit einem anderen avatar oder andere bekannte die dir plötzlich das land wegschnappen oder ständig draufstehen

    um andere landkaufinteressierte vorzutäuschen.Gekaufte oder bezahlte manager die von deinem landkauf profitieren quartieren sich auf den andern

    landteilen der sim ein um da drin leben für einige zeit vorzutäuschen.Komischerweise wechseln plötzlich die beitzer der sim nach ein paar monaten oder

    die regeln werden geändert oder ähnliches, um dich von der sim zu kraulen.die ganzen secondlife foren verkaufen vermutlich selber hintenrum sims und

    haben kleinkarierte arschlöcher als mitglieder in art einer minderbemittelten Vereinsmeierei.

    Offensichtlich kann secondlife die server oder festplatten der einzelne sim nicht lange halten, da sie sich immer wieder selbst abschießen.
    Du bekomst auch über den sl viewer ofters eine nachfrage für einen crashtest deines computers. Und secondlife wird benützt im großen und ganzen zum

    hardwaretest genommen.

    wir bezahlen die ganzen sims, werden von den sim vertieben nach einiger zeit und haben dann die nase voll wegen der stänfigen wechselei. dabei wollte ich

    doch nur ein sim für mich und meinen ruhe..um eigen sachen zu creieren.

    Da monatliche tier(miete) einiger der Sims(openspace) wurde nun auch noch um 66% erhöht.Vorher eine eigene Sim. und nun geldmässig zum gleichen preis

    gzwungen entweder auf einer Art „Alcatraz für Arme“- Homestead eine sim mit einem anderen zu teilen oder nur ein Viertel einer Sim.da kan ich ja gleich

    mit dem kleinen Zwerglandkauf von vorne anfangen.secondlife anbieter hat nichts dazugelernt über Undurchsichtigkeit eines SL-bewohners und den

    eigentlichen „Veranstaltungen“.

    Jeder belügt und betrügt jeden, keiner weis was echt ist, durch Anonymität.Die besucher statistiken werden gefälscht!ede sim verschwindet irgendwann und

    ich habe den scheiß bezahlt!!

    Prost Neujahr 2009 secondlife!!

  9. hey baumtot,

    großartig! wie recht du hast, aber auch wie unrecht du hast.
    ist eben eine frage der intention oder community.

    depp (2jahre sl)