Web 2.0 Expo vs. EuroPython

Eines ist ja klar: Zu Konferenzen geht man hauptsächlich wegen des Essens ;-)

Da war die Web 2.0 Expo natürlich eine kleine Enttäuschung und da ich mir gerade noch eines der Fotos derselbigen vor die Augen kam, habe ich gleich mal den Vergleich zwischen der Expo und den Open Source-Konferenzen gezogen, bei denen ich sonst so bin:

Die Idee hatte glaub ich eigentlich Franz, aber ich dachte ich poste es einfach mal, da das Bild so schön passte.

Bliebe zur Expo zu sagen, dass sie von Räumlichkeiten und Verpflegung nicht wirklich dolle war, so gab es kaum Raum, sich mal zu treffen (gemütlich), die Messe hatte den Flair eines Krankenhauses, die Veranstaltungsorte waren zu weit verteilt, zu Essen gab es nur obiges und das war auch mangels Sitzgelegenheiten auf dem Boden sitzend einzunehmen und die Qualität der Vorträge war nicht immer wirklich gut. Aber dennoch: Viele neue Leute kennengelernt (z.B. beim Girl Geek Dinner, aber auch auf der Messe) und von daher war’s schon ok.

Das Barcamp am Wochenende davor war aber deutlich besser. Diesmal war ja auch mehr internationales Publikum da (wohl auch dank der Expo) und am Sonntag waren sogar in Windeseile alle Sessions voll (sonst kommt da ja noch kaum einer ;-).

Ein kleines Problem scheinen viele Deutsche aber wohl mit dem Englischen zu haben, denn obwohl dazu aufgerufen worden war, die Sessions auf englisch zu halten, hat so manch einer sich dennoch nicht getraut. So hat mir ein internationaler Gast dazu noch gesagt, dass er das etwas seltsam fände. Ich hoffe aber, dass jetzt alle fleissig üben (kann man z.B. gut in Second Life, da gibt’s Voice Chat und irgendwer bietet da bestimmt auch Englisch-Kurse an).

Eine andere Sache, die mir auffiel, war eine Gruppenbildung nach Sprachen. Das war natürlich auch etwas schade, denn für mich z.B. war es sehr wichtig, nicht nur die deutschen Gäste kennenzulernen, sondern vor allem die internationalen. Die sieht man ja schliesslich nicht so oft. Aber das muss wahrscheinlich jeder selbst wissen.

Wie auch immer, die Woche war insgesamt wohl trotz der Mängel der Konferenz doch super und ein Konferenz-Blues bleibt auch.

Second Life

Ein bisschen darüber schreiben muss ich natürlich auch noch in Bezug auf die Expo. So gab es doch eine Session zu Second Life (bzw. virtuelle Welten generell) und diese wurde von Sebastian Küpers gehalten (sein Post ist hier). Entgegen meiner Annahme war der Raum voll! Und auch auf den Feedback-Seiten der Expo hat er eine der höheren Wertungen. Hut ab!

Es scheint also, dass ein gewisses Interesse an Second Life doch vorhanden ist. Ansonsten wurde Second Life (zumindest wo ich dabei war) noch zweimal erwähnt: Einmal hat Tim O’Reilly Second Life in seiner Keynote angesprochen und dann hat Don Tapscott es in seiner Keynote als Beispiel für eine Prosumer-Kollaboration genannt (was ja in der Tat so ist).

Was ich mir wohl noch wünschen würde, wäre eine Art Web 2.0-Diskussionsrunde in Second Life, denn mit vielen Leuten, die ich in Berlin kennengelernt habe, würde ich dort gerne weiter diskutieren. Und Second Life ist eben doch besser also Blog- oder Twitterdiskussionen, soweit man bei letzterem so richtig davon sprechen kann.

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