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Die Funkloch-App: Antwort vom Ministerium

Achtung Funkloch!

Als die Nachricht von der geplanten Funkloch-App durch die Nachrichten geisterte, interessierte mich, ob denn das nur ein PR-Ding ist oder aber ein Plan dahinter steckt. Daher habe ich mal beim Ministerium nachgefragt.

Meine Fragen dabei waren:

  • Gibt es mehr als den Plan, einen Gipfel abzuhalten und die App?
  • Gibt es z.B. einen Aktionsplan mit Zielen und Zeitvorgaben?
  • Kann man nicht einfach die Provider nach der Netzabdeckung fragen, die sollten sowas doch sehr genau wissen
  • Was genau bedeutet Funkloch? Ist kein LTE zu haben schon ein Funkloch? Geht es auch um Latenzen?
  • Wieso wurde der Vergleich mit dem Stau herangezogen? Staus sind dynamisch, Funklöcher sehr fest. Dazu braucht es also keine dynamischen Meldungen.
  • Welche Möglichkeiten hat die Regierung, die Provider hier in die Pflicht zu nehmen?
  • Wird bei der nächsten Versteigerung von Funklizenzen eine Mindestabdeckung gefordert (und wie hoch ist diese? Oder gab es dies sogar schon?)

Und heute kam dann auch die Antwort vom Ministerium an:

Nicht nur unser Haus hat ein großes Interesse daran, Lösungen zu entwickeln, die zu einer schnellen und spürbaren Verbesserung der Mobilfunkversorgung führen. Der für den Sommer geplante Mobilfunkgipfel wird hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten. Die Versteigerung von Funklizenzen bzw. die Vergabe von Frequenzen, erfolgt durch die Bundesnetzagentur.

Es gibt Planungen, möglichst bald eine App anzubieten, mit der Bürgerinnen und Bürger einfach und unbürokratisch Funklöcher melden können. Diese Meldungen sollen in einer Mobilfunkversorgungskarte zusammengeführt und veröffentlicht werden. Die Bundesnetzagentur wird jährlich einen Monitoringbericht über die Sicherstellung der zugesagten Netzabdeckung veröffentlichen und gegebenenfalls Handlungsempfehlungen aussprechen.

Sollten Sie aktuell Fragen zur Mobilfunkabdeckung haben, können Sie sich auf den Internetseiten der Anbieter informieren.

Meine Fragen wurden also eher nicht beantwortet.

Wir lernen aber, dass das Ministerium den Netzanbietern nicht vertraut und daher die Bürger auffordert, das mal nachzuprüfen. Danach geht ja mindestens 1 Jahr ins Land, in dem nichts passiert und dann veröffentlich die Bundesnetzagentur ihren Bericht. Was dann damit passiert ist auch nicht näher definiert (vielleicht ja ein Gipfel?).

Es gibt also keinen weitergehenden Plan, keine Zielvorgaben, keine Definition eines Funklochs. Es gibt keine definierten Maßnahmen, um die Abdeckung zu verbessern.

Schade, Deutschland.

 

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